Du sollst ...

müssen wir es wirklich?

 

Vom Umgang mit unseren Zwängen

 

Als Tom Sawyer wieder nach einer Prügelei mit zerrissenem Hemd heimkommt, muss er zur Strafe Tante Pollys Zaun streichen. Doch Tom entzieht sich dem Zwangscharakter dieser Strafe sehr geschickt. Jedes Mal, wenn ein Junge vorübergeht, erklärt Tom, was es für eine Ehre sei, den Zaun streichen zu dürfen. Er reizt damit das Interesse der Jungen und sie fragen nach, ob sie es auch einmal versuchen dürfen. Und gegen einen geringen Obolus lässt er es geschehen - so wird der Zaun vollständig gestrichen. In dieser Geschichte von Mark Twain wird das “Muss” durch Phantasie von ihm ohne besonders schlechtem Gewissen umgangen.

 

Viele Form von (“Sach”-)Zwänge kann man sich so entziehen doch manchmal haben sie es wirklich in sich. Da sind wir seelisch geknebelt, fühlen keinen Ausweg und sehen nur schwarz für die eigene Zukunft. Und müssen uns den Zwängen beugen. Die Ursachen solcher Zwangssituationen sind uns noch bewusst, dagegen gibt es Arten von Zwängen die zu einem zwanghaften Verhalten führt, deren Ursache im Unbewussten liegt. Warum muss ich Situationen (oder Menschen) kontrollieren, warum immer wieder mir die Hände waschen obwohl ich weis, das sie eigentlich sauber sind.

 

Welche Kräuterseele kann uns hier helfen? 

Die Seele der Nachtkerzen lautet die Antwort.

 

"Die Nachtkerzen (Oenothera) sind eine 1. Pflanzengattung der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Sie enthält etwa 120 bis 200 Arten. Ursprünglich waren Nachtkerzen-Arten in Nordamerika verbreitet. Bereits im 17. Jahrhundert wurden sie als Zierpflanzen nach Europa eingeführt. Sie verwilderten und sind als Neophyten ständiger Bestandteil der mitteleuropäischen Flora."

 

Quelle: Wikipedia

 

Das Öl der Nachtkerze findet, recherchiert man im Internet, Verwendung bei der Behandlung von Neurodermitis, hilft bei der Linderung des PMS (prämenstruelles Syndrom). Kommt in der Kosmetik zur Anwendung, soll das Hautbild bei Akne verbessern. So lässt sich die materielle Wirkung auf uns beschreiben. 

 

Doch wie wirkt sich die Interaktion mit der Seele dieser Pflanzengattung auf uns aus. Als Schamane lernt man mit der Zeit mit vielen Pflanzen auf "seelischer Ebene" zu sprechen. Die Nachtkerze begegnete mir dabei in einer Ausbildung vor kurzem. Sie besitzt die Gabe uns dabei zu helfen von "Zwängen" zu lösen. Man muss nicht wirklich zwanghaft sein um das Leben voller Zänge zu erfahren. Was müssen wir nicht alles tun und leisten um uns selbst wohlfühlen zu dürfen. Manchmal opfern wir uns auf - einem Menschen, einer Idee - einem Gott. Und zu guter letzt, diese ganzen Sachzwänge denen wir unterliegen.

 

Wir unterliegen einem seltsamen Zwang in dieser Welt, hervorgerufen von unserer Deutung, wie diese Welt unser Einsicht nach für uns ist. Wir brauchen Bausparverträge, Lebensversicherungen, das neuste Handy-Modell, den Kick beim Bungee - Springen, die neuste esoterische (Grenz-) Erfahrung, ... und das ist alles vollkommen O.K., solange unsere Seele darunter erblüht. Doch manchmal beginnt sie darunter zu leiden. Zuviel materielle Sicherheit und dazu im Gegensatz wirklich schlimmer zu wenig materielle Sicherheit und scheinbar keine Möglichkeit sie zu beheben. Oder auch zu viel spirituelle Erfahrungen. Zu viel von jenem und zu wenig vom Gegenteil. Irgendwo ist der Wurm drin? Fühle mich nicht mehr wohl in meiner Haut. Bin ich vielleicht einem inneren oder äußeren Zwang erlegen. Die Modeindustrie manipuliert die "Wohlfühl-Körperform" mit ihren schicken Bildern. Am Computer wirklichkeitsfern retuschiert.

 

Die Seele der Nachtkerze hilft uns, den Zusammenhang zu erkennen zwischen den "Zwängen" denen wir unterliegen und unserem Leben. Sie hilft uns einsichtig zu werden und aus dem Korsett (von Glaubenssystemen, Überzeugungen, "Sachzwängen"), falls wir es zulassen zu befreien. Den ohne ein eigenes Wollen, bleibt alles wie es ist.

 

Noch ein paar Gedanken

 

Ein zwanghaftes Verhalten kennt eigentlich jeder.

 

Es taucht z. B.: bei Entwicklungsschritten auf. Ein Kind, dass langsam erwachsen wird, muss man sich dem Druck der "zunehmenden Verantwortung" stellen. Kann es diesen Druck wirklich aushalten? Ist die Tür die ich grade abgeschlossen habe, wirklich zu? Lieber mal noch an der Tür rütteln - oder gar noch einmal sicherheitshalber aufschließen, als wollte man sich davon selbst überzeugen, dass man alles richtig gemacht hat. Doch ist die Tür erst einmal wieder offen um erneut verschlossen zu werden, merke ich immer noch die "Last der Verantwortung". Was könnte geschehen? Einbrecher - Gelegenheit macht Diebe! Hab ich den Wasserhahn wirklich zugedreht, lieber noch einmal nachschauen bevor die Wohnung überschwemmt wird. Die Kerze ungelöscht, der Gasherd eingeschaltet - aufkommende Panikgefühle in der Stadt. O weh, wenn ich dies vergessen habe? Die Last der Verantwortlichkeit scheint mich zu erdrücken. Was sollst, geht das Risiko des "nahenden Unheils" ein, mögen wir ausrufen, doch die Seele leidet.

 

Wie schön in einer Zeit zu leben wo der "Putzteufel in uns", per Werbung, salonfähig geworden ist. Alles so schön clean hier, dank ...  . Auch der "gemeine" Waschzwang erscheint hygienisch vertretbar, auch wenn außer der Seele noch die Haut drunter leidet. Wie viel Tränen ungeliebter innerer Kinder, wie stark wurde unsere Seele befleckt?

 

Der Grübler - nicht ihm hat Rodin ein Denkmal gesetzt, die sich immer wiederholenden Gedanken über die gleichen Fakten des Lebens neu einordnen wollend. Wie er in Wirklichkeit etwas vertuschen? Etwas Ungeschehen machen? Endloses Reden, reden des Reden willens - nur keine Stille zulassen, keine Pausen entstehen lassen? Wovor laufe ich nur weg? Der "Kontrolleur" nichts darf sich ihm entziehen. Welche Kränkung folgt dem Kontrollverlust?

 

Und zu guter Letzt - ein weiterverbreitetes Phänomen in der Partnerschaft - die Selbstaufgabe. Nur keine Individualität mehr zeigen. Meine Meinung wird zur deiner Meinung. Statt gemeinsam "mehr" zu werden "Reduktion". Erkennen wir darin eine Konfliktvermeidung-Strategie, die einen unausweichlichen Konflikt erzeugt?  Und jetzt zum heiligsten aller Zwänge. In den Regalen (auch der Online-Shops) lagern sie - die Waren, werfen Liebesblicke, flüstern uns zu: "Kauf mich". Wer kann sich dem Zwang für eine prosperierenden Volkswirtschaft schon guten Gewissen entziehen. Hier beginnt sich das Zwanghafte zu verbindenden mit dem Süchtig machenden. Der Rubel soll rollen und die Waren uns beglücken Haben wir nicht ein wirkliches recht darauf Glücklich zu sein? Wollen wir wirklich die Fesseln des zwanghaften ertragen? Die Seele der Nachtkerze erkennt unsere Dunkle Seite.

 

Kann sie uns wirklich helfen diese anzunehmen und zu transformieren?

 

Und so wird jetzt der geneigte Leser, nach dem lesen dieses Artikels, jene seltsame Leere bemerken, die ein ernst zunehmender Hinweis auf einen bestehenden Mangel ist. Wer möchte nicht jetzt, unmittelbar auf der Stelle, der Seelenfamilie der Nachtkerzen begegnen. Mein Rat: "Ruft mich an! .. 0190...".

Kommentare: 2 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Anke Neveling (Freitag, 25 März 2011 12:10)

    Wünschen wir uns nicht alle, ein ungezwungenes Leben führen zu können? Warum lassen wir dann unser Leben durch einen Zwang bestimmen?
    Ich würde mich freuen, wenn Sie mit Jürgen Krzistetzko und mir gemeinsam einen Schritt nach vorne tun, um Ihren persönlichen Sie einengenden Zwang hinter sich zu lassen! Wie das funktioniert? Nun ja, die Kraft des Mondes wird Sie dabei unterstützen... Sie wird Ihre Seele heilen und Ihren Geist befreien!
    Wir planen einen meditativen Workshop bei NATUR PUR e.V. mit dem Ziel, Ihr Zwangsverhalten “ein für alle Mal an den Nagel zu hängen” ☺ (grins).

    Vertrauen Sie uns und vertrauen Sie der Kraft des Mondes! Sie werden sich befreit fühlen!!

  • #2

    Jürgen Krzistetzko (Dienstag, 29 März 2011 12:50)

    Der geplante Workshop wird für jeden interessant werden. Einen zwanghaften Charakter zu besitzen ist keineswegs eine notwendige oder hinreichende Voraussetzung dafür - es geht keineswegs um eine neue Form von Therapie sondern um das eigene “spirituelle Wachstum”.

    Den besonders Menschen, die sich in solchen Bereichen bewegen, sind anfällig für die merkwürdigsten Formen “zwanghafter spiritueller Vorstellungswelten”.

    Ein Workshop für das persönliche Wachstum und der Zurückgewinnung des Ungehorsams.