Wach gerüttelt

brauchen wir Katastrophen um aufzuwachen?

Katastrophen - ihnen gelingt es, zu mindesten für eine kurze Zeit, uns als ihr Beobachter (also die nicht direkt betroffenen) aus den "gewohnten Bahnen" zu werfen. Für die wirklich Betroffene "bricht ganz real ihre Welt" zusammen.

 

Katastrophen katapultieren uns ganz plötzlich an den Rand unserer Glaubenssysteme. Unsere Überzeugungen können anfangen zu wackeln, vielleicht setzt sogar ein Umdenken ein. Stehen auch unsere Werte auf dem Spiel?

 

Doch zuerst besteht eigentlich ein anderer Handlungsbedarf. Wie und wer kann helfen?

 

Katastrophen gibt zu genüge in dieser Welt: Jüngstes Beispiel Japan. Japan - zeigt uns gerade wie brüchig Annahmen über eventuelle zu erwartende Katastrophen sind. Aus einem Erdbeben wude eine Flutwelle und wischte so vieles hinweg. Und nun noch die Gefahren, die nun von den betroffenen Atommeilern ausgehen?

 

Mit so einer hohen Tsunami-Welle hat keiner bei der Planung des Atomkraftwerkes gerechnet! Warum eigentlich nicht?   ...  Was könn(t)en wir daraus für uns lernen?

 

Doch bevor ich der eingangs gestellten Frage weiter nachgehe, hier einige Meldungen. 

Gefunden im Internet:

Allgemeines über Katastrophen

"Eine Katastrophe (altgriechisch καταστροφή, Komposition aus κατά katá – „herab-“, „nieder-“ und στρέφειν stréphein „wenden“, also eigentlich „Wendung zum Niedergang“) ist ein folgenschweres Unglücksereignis mitsamt dessen Folgen."

 

zitierte aus Wikipedia

 

Unter einer Katastrophe verstehen wir ein Ereignis von erheblichem Ausmass mit extremen Konsequenzen für die Betroffenen. Im heutigen Sprachgebrauch verwenden wir diesen Begriff auch häufig für persönliche nicht so relevante Ereignisse. Dein Outfit ist ja .... 

 

Einige betrachten Katastrophen unter dem Gesichtspunkt einer fiktiven (angenommenen) geringen Wahrscheinlichkeit (low probability - high impact). Und da eine Katastrophe quasi nie vorkommt - treffen Sie uns häufig  unvorbereitet.

 

Beispiele für Katastrophen sind: Erdbeben, Überschwemmungen, Stürme, Vulkanausbrüche, Dürren, Meteoriteneinschläge  hier scheinen wir der Natur und ihren "Gesetzen" ausgeliefert.  Solche Naturkatastrophen scheinen in den letzten Jahren zugenommen zu haben. Wie haben wir die Götter erzürnt? Willl gar Gaia sich vom Ballast der Menscheit befreien? Wegen offensichtlich begangenen Verbrechen an ihr. 

 

Einst fiel den Sauriern und sehr viel später den Kelten "der Himmel auf den Kopf". Wodurch haben sie göttlichen Unmut erregt. Meteoriten - die Gefahr aus dem Weltraum, wird wahrscheinlich nicht von Bruce Willis gebannt. Aber die Menschen arbeiten schon daran?

 

Das die Erde immer wieder bebt, liegt in der Natur der Dinge. Wer in gefährden Gebieten leben muss, sollte kreativ bauen lernen. Wer in den Flussauengebieten baut und sich dabei nasse Füße holt, ist höchstwahrscheinlich selber schuld.

 

Kondome mindern die Ansteckungsgefahr von Aids - erhöht sexuelle Freizügigkeit diese?

Wir Menschen sind nicht einer potentiell gefährdeten Zukunft schutzlos ausgeliefert.

 

Das “macht Euch die Erde untertan” -implizierte für mich lange Zeit nur die Entwicklung einer wissenschaftlich-technischen Hybris. Ich übersah den inhärenten Aspekt der Verantwortlichkeit. Man kann niemand guten Gewissens den Auftrag geben, sich die Erde untertan zu machen, ohne ihn auf seine (Selbst-)Verantwortlichkeit hinzuweisen.

 

Tschernobyl, Harrisburg braucht unsere Welt einen weiteren atomaren GAU um ein Ende des noch verantwortlich Machbaren zu begreifen?

 

"Brauchen" wir also Katstrophen? Als Pessimist denke ich ja und hoffe doch das Beste.

 

Erläuterung:

 

"Die Hybris (1. griechisch ὕβρις „der Übermut“, „die Anmaßung“) bezeichnet eine Selbstüberhebung, die unter Berufung auf einen gerechten göttlichen Zorn, die Nemesis, gerächt wird. Die Hybris ist der Auslöser des Falls vieler Hauptfiguren in griechischen Tragödien. Die Hauptfigur ignoriert in ihrer Überheblichkeit Befehle und Gesetze der Götter, was unvermeidlich zu ihrem Fall und Tod führt. ...

 

  ... Im aktuellen Sprachgebrauch wird „Hybris“ als ein bildungssprachlicher Ausdruck für Vermessenheit und Selbstüberhebung verwendet, die zu einem schlimmen Ende führen werden. Beispiel: „Die Hybris, die uns versuchen läßt, das Himmelreich auf Erden zu verwirklichen, verführt uns dazu, unsere gute Erde in eine Hölle zu verwandeln.“ (Karl Popper)"

 

zitiert aus Wikipedia 

Anhang:

 

Für den mathematisch Interessieren sei ein weiterer Aspekt von Katastrophen angesprochen, den der mathematischen Beschreibbarkeit. Hier erweist sich, dass unser "Universum der Katastrophen" sich aus 7 elementaren Katastrophen beschreiben läßt. Folgt einfach dem Link:

 

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41309585.html

 

Was tun?

Angesicht der Geschehnisse in Japan. Entschloss ich mich zu einer meditativen Abendveranstaltung im EBU-Zentrum Unna-Massen. Am 23/3/2011 führte ich die Teilnehmer durch eine meditativen Seelenreise mit den "Hütern der Erde". Kernpunkt dieser Arbeit lag im erkennen, wie sehr diese Katastrophe uns selbst ins "Ungleichgewicht gebracht hat". Wie sehr unser Innerstes erschüttert wurde. Wir initiierten ein zweiwöchigen Prozess, der uns wieder den "Boden unter den Füßen" sicherer erscheinen lässt und der uns inspiriert, wie wir für die Erde individuell eintreten können.

 

Ich hoffe das einige der Teilnehmer, die Gelegenheit zu einem Kommentar nutzen werden.

 

P.S.: Im EBU können sie regelmäßig an Meditationen mit den "Hütern der Erde" teilnehmen.

Kommentare: 2 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Birgit Wischnewski (Dienstag, 05 April 2011 10:51)

    Hallo Jürgen,
    ich finde es sehr gut, dass du spontan ein Meditation zu dem Thema Japan angeboten hast.
    Sie hat mir geholfen, angesichts der Bilder über die Katrastrophe und das Elend der Menschen wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Meine Hilflosigkeit ist dem Gefühl gewichen, dass wir alle etwas tun können, um Veränderungen zum Erhalt unseres Lebensraums herbei zu führen, jeder an seinem Platz.

  • #2

    ulrike grunwald (Dienstag, 12 April 2011 16:05)

    Hallo Jürgen,
    angesichts der aktuellen Veränderungen auf unserem Planeten, war diese meditative Seelenreise zum Thema "Japan" wieder sehr unterstützend.
    Vielen Dank. :-)
    PS: Übrigens die nächste Meditation mit den "Hütern der Erde" im EBU findet am 31.05.11 um 18 Uhr
    bzw. am 01.06.11 um 19 Uhr statt.
    Thema "Die Seele in Einklang bringen mit der Schöpfung"