Kontrolliertes Vertrauen?

Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser!


Was wäre die Welt ohne das Erscheinungsbild der zwanghaften Kontrolleure. Besser? Ärmer? Vertrauen versus Kontrolle – jeder Mensch ist im Laufe der eigenen Entwicklung aufgefordert sich dieser Frage zu stellen.

Vertrauen gilt im zwischenmenschlichen Bereich allgemein als positiv. Kontrolle hat dagegen auf diesem Betätigungsfeld nahezu immer einen negativen Beigeschmack. Der kann einfach nicht vertrauen sagen wir, wohl wissend, dass der Liebe Gott doch will, das wir  “lernen zu vertrauen (ihm, dem Leben, dem Nächsten, …, der Wettervorhersage)“ Kontrolle schreiben wir eher einem etwas älteren, strengeren Gott zu. Der wurde dann glücklicherweise durchs neue Testament abgelöst – nicht wahr?

 

Dabei liegt uns die Kontrolle doch in den Genen. Was passiert, wenn wir nicht lernen würden unsere Muskeltätigkeiten zu kontrollieren? Oder im späteren Leben, wieder genau diese Kontrolle darüber wieder verlieren? „Das Vertrauen“ – bringen wir es genauso mit in dieses Leben. Wie können wir es erwerben? Und warum verlieren wir es wieder so leicht? Wo liegt der Grad zwischen Vertrauensselige und Misstrauisch?  

 

Aus Vertrauen und Kontrolle ein Gegensatzpaar zu konstruieren, bedeutet nicht nur die Welt zu verflachen sondern sich ganz gewaltig zu irren? Auch mit vollstem Gottvertrauen (oder Urvertrauen) lebend, sollte man ab und zu kontrollieren was mit uns und anderen geschieht. Verantwortlichkeit – wie lernt man sie? Keineswegs durch das "falsche Vertrauen" das andere uns alles abnehmen werden. Wie halten wir es mit dem Zweifel?

 

Der Wunsch dem Leben zu Vertrauen und die Hoffnung nicht die Kontrolle über das Leben zu verlieren sind zwei Kräfte die an uns zehren. Kann es eine lebenswerte Balance geben?

 

Ist das „kontrolliertes Vertrauen“ eine solche Balance und wenn ja, wie kann sie realisiert werden? Jede Firma, jede Partnerschaft kann nur mit vertrauen erfolgreich wachsen, keineswegs (leicht einsichtig) mit „blindem Vertrauen“ und schon kommt die Kontrolle ins Spiel. Was und wen kontrolliert die Eifersucht in einer Partnerschaft? Wann wird aus einem rechtmäßigen Bedürfnis eine Sucht ein Zwang? 

 

„Hab Vertrauen“ sagt, soweit ich mich jetzt richtig erinnere, hypnotisierend die Schlange Ka zu Moglie in Disneys Klassiker "das Dschungelbuch". Und jeder der Disney kennt, kann vorweg auf ein Gutes Ende vertrauen? Nicht wahr!

 

Wir nähern uns in einem neuem Workshop dem Thema: des „Kontrolliertes Vertrauen“. Auf der Seelenebene besuchen wir nach langer Abstinenz wieder das Land der Riesen und Zwerge. Eine Familie von Zwergen freut sich schon auf unseren Besuch; schließlich kommen wir für sie aus „ihrer Anderswelt“ und bringen sicherlich interessante Neuigkeiten mit.

 

Gemeinsam werden wir dann tun was wir tun müssen um unser aller Leben zu bereichern.   "Habt vertrauen", sage ich. "Habt vertrauen". 

 

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