Glauben Sie an sich?

 

Die Gabe an sich selbst zu Glauben wurde den wenigsten von uns in die Wiege gelegt. Doch das Leben bietet uns immer wieder neue Möglichkeiten unterentwickelte Fähigkeiten zu fördern und sich selbst weiterzuentwickeln. In diesem neuen Workshop nehme ich mich diesem Thema an. Lauschen wir auf der Seelenebene des Waldes den Eichen erfahren wir etwas über:

 

„die Kunst an sich selbst zu glauben“.

Eichen können schon sehr majestätisch aussehe und auch sehr alt werden. Wen wundert es, dass unsere (heidnischen) Vorfahren einige von ihnen auch Sitz von Gottheiten ansahen und sie (Götter und Bäume) dort verehrten.

 

Über den zweifelhaften Umgang mit heiligen Bäumen

 

Die Christianisierung brachte es mit sich, das eine derartige naturreligiöse Vorstellung unterworfen werden mussten. So bezeichnete Bonifatius, der von der katholischen Kirche zum Apostel der Deutschen benannt wurde, in seinen Schriften solche Bäume als Götzenabbilder, ihre Verehrung galt ihm als Sakrileg. Wer einen solchen Verstoß gegen den christlichen Glauben postuliert handelt auch danach.

 

Und so kam es im 8, Jahrhundert  zur Fällung der Donareiche bei Geismar (heute Stadtteil von Fritzlar) vor den Augen vieler Heiden. Donar, der blitzeschleudernde Gott, nahm wohl die Zerstörung einer seiner (zahlreichen) Wohnstätten, gelassen hin. Denn kein Blitz traf unmittelbar den christlich motivierten Frevler. Wie mochten die zuschauenden Heiden diesen Augenblick erlebt haben. Einem aufkommenden gerechten Zorn Ausdruck zu verleihen, war ihnen kaum möglich. Bonifatius stand unter dem Schutz der kampfstarken fränkischen Besatzung. Nicht nur sie selbst schienen machtlos auch der von ihnen verehrte Gott Donar blieb stumm. Eine solche traumatisierende Erfahrung öffnet leicht das Tor zur Bekehrung. Bonifatius Tat demonstrierte und symbolisierte die Überlegenheit des christlichen Glaubens über die alten Götter und deren heidnisch-sakralen Kulte.

 

Wir wissen nicht warum Donar damals so ruhig blieb? Vielleicht nahm er eine späte Rache, als er jeden Blitz schleuderte, den Luther bewog Mönch zu werden und damit insgeheim den Grundstein legte, die Christenheit zu spalten.

 

Bonifatius war nicht der Erste, der Heiligtümer zerstörte um bekehren zu können und er blieb auch nicht der letzte. Wo gehobelt wird fallen bekanntlich Spänne und so bliebe es Jahre später bei Karl dem Großen nicht nur beim Abholzen heiliger Bäume, den Heiden selbst ging es nun ans Leder. Aber damit hörte die Geschichte der christlich motivierten Zerstörung nicht auf..

 

Ob Heilige Bäume und Heilige Haine, so manch naturreligiös geprägter Mensch von Heute ist  noch immer der Kirche gram, für das was sie initiierte, Zum „Guten (richtigem Glauben, ultimativ Wahrem, ..) bekehrt zu werden“ hinterließ seine Spur im Weltengeschehen. Damals ging der Impuls Bekehrung sehr stark vom Christentum aus.

 

Doch die zerstörerische Kraft der geistigen Einstellung kann nicht aufs christliche Thema reduziert werden. Der Mensch macht einfach gern platt was ihm nicht gefällt und das aus unterschiedlichen Beweggründen. Die Menschheit ist nicht klüger geworden? So manches religiöse Weltkulturerbe wurde in den letzten Jahren Opfer eines modernen Vandalismus, religiöse Verfolgung und ethnische Säuberungen stehen auf der Tagesordnung.

 

Von der Kraft der  Eichen-Seele

 

Wir verbinden nicht nur unbewusst die Eiche mit dem Begriff der Macht. Ihre Medizin öffnet den Geist für jener Macht, die gepaart mit Demut ist. Die uns das Vertrauen ins eigene Leben zurück gibt. Tritt die Eiche in unser schamanisches Leben sind wir aufgefordert die Verantwortung für unser tun zu übernehmen.

 

Wie bringt sie uns bei an uns selbst zu glauben? 

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Kommentare: 2
  • #1

    Anke Neveling (Mittwoch, 22 August 2012 20:23)

    Ich würde gerne das Wesen der Eiche kennenlernen! Wie wäre es, wenn die Veranstaltung bei NATUR PUR stattfindet?

  • #2

    Jürgen Krzistetzko (Donnerstag, 23 August 2012 18:48)

    Sehr gerne Anke, las uns einen Termin gegen Ende September bei NATUR PUR finden.