Kollektive Schuld

Schuld ist ein existentielles Thema der Menschheitsgeschichte und der persönlichen Entwicklung.

 

Der Begriff Schuld impliziert eine Werte-, Glaubens- und Rechtsystem, nach dessen Maß sie beurteilt werden kann. Und So beschäftigt dieses Thema Philosophen, Religionswissenschaftler und Rechtswissenschaftler.

Betrachten wir die (Ur-) Schuld, als Verstoß gegenüber einem göttlichen Gebot, vererbbar auf die nachfolgenden Generationen, so wird kein Mensch ohne Schuld geboren werden können. Ist das gerecht? (Näheres zur Erbsünde findest du auf Wikipedia)

 

Schuld ist keineswegs nur eine geistig-konstruktive Kategorie, die dem Zeitgeist und deren gesellschaftlichen Strömungen unterliegt. Schuld wird vor allen Dingen seelisch erfahren. Wir kennen alle Schuldgefühle, die von leichten Gewissensbissen bis hin zu den schwer Aushaltbaren vorkommen. Schuld drückt uns nieder und kann zur Krankheit entarten. Und manchmal folgt darauf der Tod.

 

Schuld wird so zum Thema der Psychologen, Therapeuten und der Seelsorger.

 

Wie gehen wir persönlich mit der Schuld in unserem Leben um. (Am besten nicht zu schulden kommen lassen.)

 

Wir können Schuld verdrängen, verleugnen, zurückweisen, abwiegeln, umdeuten, vertuschen und wir können sie auch anderen in die Schuhe schieben, selbst jenen die unschuldig sind. Wir können Sie aber auch annehmen und uns unserer schuld bewusst verhalten.

 

Wo Schuld auftaucht sind in deren Schlepptau die Fragen nach Verantwortlichkeit, Reue, Sühne, Buße oder Wiedergutmachung im Leben zu beantworten. Eine besondere Kategorie der Schuld ist die der „kollektiven Schuld“. Hier betreten wir auch das politische Parkett und winden uns heraus aus seinem Würgegriff. Vieles was uns in den letzten Tagen auf spiritueller Ebene drangsalierte subsumiert sich unter diesem Begriff der kollektiven Schuld.

 

Und so widmeten wir dieser „Wirklichkeit“ das letzte sonntägliche Mülheimer Seminar, das sich um das obige Thema von Seiten der Ebene der Heilungsdrachen und der Herzensgüte annahm.