Sind Sie begeisterungsfähig?

Manch einer ist sofort Feuer und Flamme, doch genauso schnell verraucht dann auch wieder das Interesse an dem, was es entzündet hat. Andere dagegen sind nur sehr schwer entflammbar, doch wenn sie brennen, brennen sie ausdauernd. Und dann gibt es noch die, die sich scheinbar für nichts (mehr) begeistern können.

 

Zu welchem dieser Typen gehören Sie selbst?

Waren Sie heute schon von etwas begeistert? Die Wissenschaft behauptet, dass ein Kleinkind 20-50 mal am Tag von einer Welle der Begeisterung durchströmt wird. Ein Kleinkind erfährt also den Zustand der Begeisterung recht oft. Warum wohl?

 

Ich zitiere nun von einer hier verlinkten Homepage von Herrn Hüther.

 

Und jedes Mal kommt es dabei im Gehirn zur Aktivierung der emotionalen Zentren. Die dort liegenden Nervenzellen haben lange Fortsätze, die in alle anderen Bereiche des Gehirns ziehen. An den Enden dieser Fortsätze wird ein Cocktail von neuroplastischen Botenstoffen ausgeschüttet. Diese Botenstoffe bringen nachgeschaltete Nervenzellverbände dazu, verstärkt bestimmte Eiweiße herzustellen. Diese werden für das Auswachsen neuer Fortsätze, für die Bildung neuer Kontakte und für die Festigung und Stabilisierung all jener Verknüpfungen gebraucht, die im Hirn zur Lösung eines Problems oder zur Bewältigung einer neuen Herausforderung aktiviert worden sind.“

 

Darum also! Wir wissen eigentlich aus eigener Erfahrung, wenn wir etwas mit Begeisterung tun werden wir es auch immer besser tun können. Eine fehlende Begeisterung von Schüler und Lehrern im Unterricht ist kontraproduktiv.

 

Mit Begeisterung verbinden wir Begriffe wie: persönliche Leidenschaft, eine positive Motivation, glühendes Interesse und das hört sich doch alles recht gut an. Und trotzdem wünschte ich mir manchmal, dass die Menschen weniger Begeisterungsfähig (gewesen) wären. Anfang des ersten Weltkrieges zogen die Soldaten noch mit einer vaterländischen Begeisterung in den Krieg, eine Begeisterung die sich angesichts der Kriegsrealität wieder schnell legte. Man kann sich also auch für das Falsche, das Ungute begeistern lassen. Welcher Fanatiker ist nicht voll begeistert von seinen abstrusen Theorien? Begegnet uns im Fanatismus der Schatten der Begeisterungsfähigkeit? Wir müssen nicht der Begeisterung sondern den Inhalten Skepsis entgegenbringen. Im Verhaltensbarometer von Gordon Stokes und Daniel Whitesite wirkt die Begeisterung feindseligen Gefühlen entgegen. Wer entscheidet darüber in welcher Erfahrungswelt wir leben?

 

Begeisterung ist körpereigenes Doping fürs Gehirn und unser Leben blüht wieder auf. Können wir lernen uns wieder zu begeistern?

 

Nicht nur ich behaupte Ja! Haben Sie Mut neue Erfahrungen zu machen, lassen sie sich von der Seele des Affenbrotbaumes und uns inspirieren, finden Sie etwas Bedeutsames, ….

 

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