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Die heilsame Kraft der Wälder

Unter diesem Motto stand der gestrige Abend in Filzfridas - Atelier.

 

Erinnert Euch, Anfang der 80er wurde das kollektive deutsche Gemüt durch folgende Botschaft stark erschüttert:

 

Der Wald stirbt aus! Der Übeltäter: "Saurer Regen"

 

Ein Umweltbewusstsein keimte auf und ermöglichte den Grünen 1983 erstmals in den Bundestag einzuziehen. Die Sorge um den deutschen Wald schien partei-übergreifend zu einen und Helmut Kohl und seine schwarz-gelbe Regierung reagierten damals klug, sie nahmen sich dem Thema des Umweltschutzes an und damit den Grünen erst einmal ihren frischen Wind aus den Segeln.  Doch schon 1985 wurde das Umweltthema Waldsterben vom neu entdeckten Ozonloch verschluckt. Die Bedeutung des Umweltschutzes nahm seitdem stetig zu. 

 

Das große Waldsterben ist bis heute glücklicherweise nicht eingetreten. Der Wald ist mehr als die Summe aller Bäume, er ist ein Biotop, ein Lebensraum für viele Tiere, Pflanzen, Pilze und auch den Menschen. Sein Wert für uns ist nicht nach Festmetern Holz kalkulierbar. Auch wenn wirtschaftlichen Interessen und Umweltschutz kollidieren, hat sich die Sorge um den deutschen Wald umweltpolitisch positiv ausgewirkt.

 

Seit 350 Millionen Jahren existieren Bäume und Wälder auf unserem Blauen Planet. Worin besteht nun der eigentliche Wert des Waldes für den Menschen. Ein ist klar – ohne „Grüne Lunge“ würde uns bald die Luft ausgehen. Jemand der durch einen Wald spazieren geht, fühlt sich im Allgemeinen dabei und auch nachher wohl.

 

Waldluft tut gut! Warum aber?

 

Diese wohltuende Wirkung des Waldes auf den Menschen ist zwar spürbar aber erst in jüngster auch wissenschaftlich erklärbar. Bei einem Waldspaziergang werden wir einem Cocktail aus Mikroben und Pflanzenstoffen ausgesetzt. Auch wenn sich dieses, für mich zu mindestens, als etwas als „igitt“ liest – dieser Cocktail stärkt messbar unsere Gesundheit. Hierzu einige wissenschaftliche Fakten. Nach einem Waldspaziergang

  • schlägt das Herz deutlich ruhiger,
  • ist der Blutdruck niedriger,
  • gibt es weniger Stresshormone und
  • existieren mehr Killerzellen im Immunsystem. 

Menschen die nah an Bäumen wohnen bekommen seltener Diabetes und Herz-Kreislauf-Leiden.  

 

Auch wenn die Wissenschaft den Lebensraum Wald mit seiner Artenvielfalt immer besser erkundet und z. B. die Sprache der Bäume entschlüsselt, wie Sie sich z. B. über Duftstoffe oder Wurzeln verständigen, erkundet sie nur einen Teil des Waldes und seiner Wirkung auf uns. Den physischen Wald.  So sehr auch der Wald ein faszinierendes Ökosystem ist über das wir berichten könnten. Wir sind weder Biologen, Forstwirtschafter oder Mediziner unser Metier ist die spirituelle Lehre und Beratung. So sehen und erfahren wir den Wald eingebettet in eine „andere Realität“. Und nicht nur unser Credo lautet:

 

 Die Natur ist beseelt und der Wald ein heilsamer spiritueller Biotop.

 

Diese Erkenntnis oder dieser Glaube wurde von vielen Menschen und in vielen Zeitaltern geteilt.  Miraculix der Mistelzweige schneidende und Zaubertränke brauende Druide erinnert uns an den heidnischen Glauben der Ahnen. Nicht nur für die Kelten, Germanen und Slawen waren Bäume Wohnstätten für Götter. In Heiligen Hainen huldigte und opferte man ihnen. Naturwesen wie Elfen, Feen waren im Wald beheimatet und galten damals nicht als Hirngespinste.

Der biblische Baum der Erkenntnis und die Weltenesche Yggdrasil sind zwei Beispiele für bedeutende Bäume im religiösem Kontext. Das Fällen der Donareiche durch Bonifacius im Jahr 723 ist nur ein Beispiel dafür das Baumverehrung manchem ein Dorn im Auge war. Das Fällen heiliger Bäumen galt als ein probates Mittel Heiden die Bekehrung schmackhaft zu machen.

 

Die Naturverehrung im Schintoismus, lebendige schamanische Traditionen und isländische Feenbeauftragte zeigen, das der Glaube an eine beseelte Welt weiterlebt. Wäre Irland ohne den Glauben an Elfen, Feen und Kobolde vollständig.

 

Einen Wald erkundet man am besten per pedes. Um den spirituellen Wald zu erkunden müssen wir jedoch die Grenze zur Anderswelt überwinden, unsere Sinne übersinnliches ergreifen. Als spirituelle Lehrer lehren und praktizieren wir verschiedene Methoden um in den Kontakt zur Anderswelt zu treten zu können. Zwei dieser Methoden kamen gestern zum Einsatz:

 

Synergie mit Baumseelen

 

Erfahrungsgemäß zeigt sich, dass Baumseelen-Energie von unseren Klienten positiv angenommen wird und sich dadurch persönliche Entwicklungsschritte gut initiieren und unterstützen lassen. Die Seele der Trauerweide erweist sich als ein guter Seelentröster. Die Seele der Zypresse lässt uns sanftmütiger werden. Ein Trauma-Therapeut sollte lernen die Weisheit der Haselstrauch-Seele zu vernehmen. Die Eiben-Seele fördert Wahrheit ans Licht. Die Seele der Birke lässt uns ….

 

An dieser Stelle etwas Eigenwerbung: In der Veranstaltung: Frau Holle – eine märchenhafte Göttin (am 22.11) begegnet uns auch die Seele des Holunders.

 

Meditative Seelenreisen

 

Diese Form der spirituellen Arbeit eignet sich besonders gut bei Gruppenveranstaltungen zur Seelen-Schulung. Diese Schulung erfolgt allgemein durch Engel oder andere Seelenführer/Geistführer. Gestern Abend erfolgte Sie nebenläufig zum allgemeinen Workshop. Trotzdem: Der Wald von Brocêliande war schon immer eine Reise wert.

 

 

Unseren Dank an Teilnehmer und Gastgeberin für einen schönen Abend.