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Keltischer Schamanismus

Keltischer Schamanismus

 

Jürgen Krzistetzko
Jürgen Krzistetzko

Das spirituelle Erbe der Kelten

Wer fällt ihnen ein, wenn Sie das Wort Druide hören? Etwa die Comicfigur Miraculix, der mit goldener Sichel Mistel schneidet und kraft-spendende Zaubertränke zubereitet? Oder denken Sie eher an Merlin aus dem Buch: "Die Nebel von Avalon", von Marion Zimmer Bradley. Vielleicht erinnern Sie sich eher an Catweazle und seine treue Begleiterin die Kröte Kühlwalda, die 1974 im deutschen Fernsehen das Herz vieler kindlicher Zuschauer gewann. Letzterer war als angelsächsischer Hexenmeister eher ein druidischer Nachfahre. Also: "Salmei, Dalmei, Adomei", folgen wir dem Zauber der Vergangenheit.

 

Spurensuche

  

"Wir beginnen im Vergangen. Wer waren die Kelten? Was wissen wir über sie? “Die Kelten zählen zu den größten Völkern der europäischen Geschichte und Vorgeschichte; längst ehe Rom die bekannte Welt eroberte, bewohnten keltisch sprechende Völkerschaften mit vielen Gemeinsamkeit - Sprachen, Sitten und Gebräuche, Kunst und Kultur - ein riesiges Gebiet. Sie lebten nicht nur in Britannien und Irland, sondern erstreckten sich von Spanien und Frankreich bis nach Süddeutschland, ins Alpenland und nach Böhmen hinein und drangen später nach Italien, auf den Balkan und bis mitten in die Türkei vor. Die von den Griechen und Römern als furchterregende und gefährliche Barbaren besassen keine Schrift und hinterließen darum keinerlei Texte, anhand deren sich das voreingenommene Bild der klassischen Autoren korrigiere ließe. Heute aber bringen die Archäologen ihre Spuren zum Sprechen ...." 

(Zitiert aus: Das Zeitalter der Kelten; Simon James; Bechtermünz Verlag)

 

Im 19. Jahrhundert bekam das Interesse am keltischen durch zwei Ausgrabungen, Nahrung. Im österreichischem Hallstatt, und des schweizerischen La Tene fand man genügend archäologisches verwertbares Material um später zwei keltische Kulturen zu identifizieren und sie nach den Fundorten zu benennen. Die Hallstatt-Kultur (1200 - 475 v. Chr.) und ab dem 5. Jahrhundert v. Chr die “La Tene”- Kultur. 

 

Die Wurzeln dieses rätselhaften Volkes liegen in der Hallstattkultur. Etwa 500 v. Chr. erscheint dieses Volk “namentlich” als “keltoi” erstmalig auf der Bildfläche. Ein Großteil der Alpenregion, Teile Spaniens und Frankreich sind von ihm damals bevölkert. Archäologie gibt einen guten Einblick in die Lebensverhältnisse einer Kultur. Ein filigranes Kunsthandwerk, gefundene Fürstengräber mit Grabbeilagen  .... alles wichtige Hinweise für ein “Lebensstil”. Meine Empfehlung:

  • Wer sich für die Archäologie und die Kelten interessiert wird auf der Webseite des Vereins KeltenWelten e. V. fündig. Es gibt zahlreiche keltische Stätten in Deutschland über die der Verein informiert und die Sie auch besuchen können.  

Aber auch die Geschichtsschreibung lässt Rückschlüsse zu. Die Ausdehnung von Macht führte in der Menschheitsgeschichte immer zu Konflikten. Plünderten die Kelten noch 390 v. Chr. Rom. Sorgte Rom letztendlich in den drauf folgenden Jahrhunderten für den weitgehenden Untergang des keltischen. Vieles über die Kelten erfuhr man über die römischen Usurpatoren, denn die Kelten selbst kannten keine Schrift. Und das Cäsar und die Anderen es mit der Wahrheit so genau nahmen - zweifelhaft. Und doch prägte dies das Bild der keltischen Barbaren bis zur Neuzeit. Die Römer veränderten nachhaltig das Weltbild der Kelten. Und was sie nicht schafften taten die Missionare des Christengott. Sie übertünchten erfolgreich den Glauben der Kelten. 

 

Auch die Germanen taten einiges um sich des keltischen Einflusses zu entledigen. Als die römische Herrschaft im 5. Jahrhundert n. Chr. zerbrach, fielen die ehemaligen keltischen Landstriche unter germanischer Herrschaft. Ein keltischer Wiederaufschwung im 8. Jahrhundert, dem  frühen Mittelalter wurde durch die Wikinger beendet.

 

Danach wurde das Keltische immer mehr aufgesogen, doch es blieb weiter im “Untergrund” erhalten. Das Keltische überlebte und erlebt seit Jahren eine Renaissance. 

 

Die dreifache Göttin - Acryl  60 X 60 cm Ulrike Krzistetzko
Die dreifache Göttin - Acryl 60 X 60 cm Ulrike Krzistetzko

Die keltische Mythen

           

 Archäologie und Geschichtsschreibung sind  nicht die Einzigen Quellen auf die wir uns stützen um den “Keltischen Geist” zu erspüren. Die Kelten selbst  hinterließen bekanntlich nichts schriftliches und so ist das was überlebte  von Generation zur Generation weitererzählt worden und erst dann von anderen aufgeschrieben worden.  Wenn wir Zugang zu einer Kultur oder eines  Volkes und seiner Wurzel finden wollen, quasi den “Geist des Ganzen” zu erspüren suchen, wenden wir uns den Mythen und Märchen zu, denn dort liegt tiefe Erkenntnis verborgen.

 

“In der Umgangssprache des heutigen Menschen bedeutet Mythos alles, was im Gegensatz steht zur Wirklichkeit. Obwohl diese Abwertung ein Erbstück des Illuminismus und des Positivismus ist, wurzelt sie im Christentum. Für die Urchristen war alles, was nicht seine Bestätigung im Alten oder Neuen Testament fand, falsch: Es war eine Fabel. Für den Menschen der primitiven und traditionellen Gesellschaftsform dagegen ist der Mythos die einzig gültige Offenbarung der Wirklichkeit. Er sieht im Mythos den Ausdruck einer absoluten Wahrheit, da er eine sakrale Geschichte erzählt, das heißt ein Ursprungs-Geschehen, das am Anfang der Zeiten eingetreten ist. ...

... Er ist also der Bericht einer Schöpfung: man erzählt, wie etwas bewirkt wurde, wie etwas zu sein angefangen hat.”

(Zitiert aus: die Schöpfungsmythen; Mircea Eliade)

 

Die Sagen berichten von Helden und ihren Reisen, den Abenteuern, ihren Widersachern. Sie berichten von Göttern und den Sterblichen und natürlich von den Liebenden. Sie weisen uns den Weg zu ethischen Maßstäben. Wir erreichen oder verfehlen Ziele. Werden geprüft. Die keltischen Sagen berichten uns immer wieder von einer anderen Welt, von Orten mit  anderen Zeitabläufen, wie die “Insel der Fröhlichkeit” die Bran, Sohn des Febal, einst betrat und dessen Heimweh ihm letztendlich zum Verhängnis wurde. 

 

Der wohl bekannteste keltische Mythos ist die Artussage. Sie beschreibt die Zeit des Wandels, den Übergang des keltischen in das Christliche. Die Geschichte um König Artus, den Rittern der Tafelrunde, den Gralssuchenden, vom Zauberer Merlin und Morgana Le Fay, der Priesterin Avalons, fasziniert seit Jahrhunderten. Die Schriftstellerin Marion Zimmer Bradley hat in den 80ern mit dem Roman "die Nebel von Avalon" eine neuzeitliche und populär gewordene Fassung geschaffen.

 

Wie viel Wahrheit ist im Mythos verborgen?  Schliemann fand sein Troja, Burckhardt sein Petra, Platon Atlantis wird dagegen immer noch versucht zu verorten. Und wo stand Camelot die Burg  Artus?

Tintagel Head - copyright Sylvia Rubart
Tintagel Head - copyright Sylvia Rubart

   

Die Nebel lichten sich

 

Vor kurzen wurde bei Ausgrabungen bei Tintagel eine Burg entdeckt. Beginnt sich das Geheimnis nun zu lüften?

Avalon, das Reich der großen Göttin zog sich mit dem Aufstieg des Christentum zurück. Seit einigen Jahren erfahren wir die Gegentendenz Avalons Rückkehr vollzieht sich im Bewusstsein der Menschen. Für die neuen Schamanen Avalons ist die einstige Existenz der Protagonisten zwar gesichert, doch auch ihnen bleibt so einige weiterhin verborgen. Doch für sie ist spürbar -  die Wahrheit will ans Licht. Doch woran glauben sie eigentlich? 

  

Der keltischer Glaube

 

Konnten die Römer den griechischen Pantheon nahezu 1:1 zuordnen (Gottvater Jupiter = Zeus; Kriegsgott Mars = Ares, ..) fiel ihnen eine Zuordnung des keltischen Pantheon schwer. Viele lokale Gottheiten (Göttin Ceridwen, Gott Cernunnos,..) und eine andere Struktur des Himmels begegnete ihnen dort. 

 

“Die Kelten besassen einen überaus raffinierten Muttergöttinnenkult. In der Mutter auf kosmischen Niveau erkannten sie das Gesetz des Gebärens und Erschaffens, des Schutzes und der Liebe wieder.

Selbst Kriegsgöttinnen, die ja das Gegenteil bedeutet, erkannten sie als Muttergöttin an. Denn die Kriegsgöttin beweist, dass der gefallene Krieger überlebt. Als Leben auf beiden Seiten, im Leben und Tod. Es gab unzählige lokale Muttergottheiten der Natur, des Landes, der Tiere, der Menschen, Pflanzen und Gestirne. Es gab unzählige Ausgestaltungen der Großen Göttin, die das Christentum ob ihrer großen Beliebtheit notgedrungen übernahm - so entstand Maria.” 

(Zitiert aus: Das Totenbuch der Kelten; Holger Kalweit )

 

Der keltische Glaube, ist ein Glaube an die Anderswelt (“Annwn”), ein Glaube an die Seelenwanderung und der Begegnung mit Elfen, Feen,.... .  Der Kelte erfuhr die Natur als beseelt und es konnte zu realen Begegnungen zur Anderswelt in unserem Leben kommen. Genau diesen Kontakt nutzt der Druide (= keltischer Schamane), durch Seelenreisen in die Anderswelt, um Veränderungen im normalen Leben zu ermöglichen. Zwischen den Wesen unserer unser Realität und der Anderswelt besteht ein ungeschriebener Kontrakt. Wir sind verbündete in der Schöpfung und können uns gegenseitig befruchten.

 

Gott und Göttin - Acryl 60 X 80 cm Copyright Ulrike Krzistetzko
Gott und Göttin - Acryl 60 X 80 cm Copyright Ulrike Krzistetzko

         

Von Bäumen und Druiden

 

Der Wald ist immer ein magischer Ort und ein Ort der Zuflucht für uns gewesen. Hätte Arminius und seine Gefolgsleute Varus und seine Legionen ohne seinen Schutz besiegen können? Gab der Wald nicht auch Robin Hood Zuflucht? Mancher Teil des Walds, war uns mehr als nur  dies. Er war uns  heilig.  

 

“Die Gottheiten lassen Bäume wachsen. Zu ihnen pilgern die Menschen. Denn hier sind die ersten Shopping-Centers der Geschichte. Jeder einzelne Baum beherbergt unter seinem Dach alle drei modernen Abteilungen: Food, Non Food, Drugs. Geöffnet sind sie nach himmlischer Ladenordnung saisonal. Zu gewissen Abteilungen jedoch, vor allem zu den “Drugs”, haben nur Very Important People Zutritt: Druiden und Schamanen, die Priesterinnen der Dione oder der Diana, die Priester des Jupiters etc. Auch der Normalkunde konnte nicht einfach holen. Für bestimmte Waren, etwa für das Fällen eines Baumes, war ein Opfer nötig, mindestens ein Gebet und die höffliche Bitte, Göttinnen, Götter, Nymphen, Dryaden und Feen möchten den Baum verlassen.”

(zitiert aus: Baumzeit; Verena Eggmann und Bernd Steiner)

 

Bei uns geht es sicherlich nicht um Drugs, wenn wir uns in unseren spirituellen Arbeit den Bäumen und dem Wald zuwenden. Auch wenn uns die spirituelle Arbeit manchmal berauschen kann, es geht um das Seelische an sich. So begleiten uns die geistigen Druiden auf ihren diversen Ausbildungswegen. Einer hieß:

 

Die Waldpfade

 

"Hier am Rande des Waldes beginnt sie, die "Andere Welt". Nicht fernab von unserer Welt sondern mitten unter uns, mit unserer Realität überlappend. Eine Welt, die die Uneingeweihten für märchenhaft halten, als ein reines Produkt der Phantasie. Für die, die schon ahnen und glauben aber noch nicht wissen, eine Welt magisch anmutender Wesen denen sie begegnen möchten. Und für die Eingeweihten eine Welt so real wie die unsere- nur eben anders. Hier begegnen wir den Feen, den Elfen und den vielen anderen geistigen Wesen mit einem eigenen Charakter, so wie wir und doch klar von uns Menschen unterscheidbar - mit eigenen Schwächen und Stärken. Wesen die oft einen zwielichtigen Ruf besitzen, verstärkt seit der Christianisierung sogar dämonische Züge aufweisen sollen. Wesen die viele Schriftsteller inspiriert haben über sie zu schreiben, sie zu heldenhaften Zwergen, zu jungfrauenmordende Drachen oder zu guten oder bösen Feen werden ließen. Hier in diesem Wald sind sie zu Hause. Nur ein Schritt von unserer Realität entfernt überbrücken sie dabei Raum und Zeit um uns zu treffen. Hier in der Anderswelt ticken die Uhren anders. Und dem keltischen Glauben nach gehen wir auch wieder dorthin zurück. Ich nehme euch mit auf eine Seelenreise in diese andere Welt. Auf dieser Ebene der Seelen begegnen wir jenen geistigen Wesen, die uns lehren wieder zu glauben. Wesen von denen wir lernen können, und die von uns lernen wollen. Wenn ihr euch den keltischen Lehrpfaden und seinen Geheimnissen öffnet, begebt ihr euch auf eine wunderbare Reise."

(zitiert aus einer Ankündigung zu meiner Seminarreihe Waldpfade © 2005)

 

Uns Deutschen sagt man eine besondere Liebe zum Wald nach. Stoßen wir dabei  auf die spirituelle, kelto-germanische Wurzel unser Existenz? Was ist also nahe liegender für eine Ausbildung im keltischen Schamanismus, als sie im Szenario  des Walds durchzuführen.

 

Beginnt eine indianisch schamanische Ausbildung häufig mit einer Krafttier-Initiation, weist uns im keltischen ein Baum den Weg in das “spirituelle Biotop“ Wald.  Auf den Waldpfaden fügt sich dann nach und nach zusammen, was unsere Seele zum Wachstum braucht. 

 

Der Wald galt unseren Vorfahren als heilig. Und so fiel mancher “heiliger Hain”  früher dem christlichen Glauben und dem Werken der Missionare anheim. Doch Wald wächst nach, wenn die Holzwirtschaft sich nicht grade verirrt. Reale “Heilige Haine” gibt´s auch heute noch genug zu finden. Nur “engstirnige” Herzen wollen dies nicht begreifen und hängen einer Vergangenheit nach.  

 

Vom Wandel des Ichs

 

Reisen bildet - sagt man im allgemeinen. Bei Seelenreisen gilt dies nicht minder. Das lebendige Prinzip des Wandels trifft uns entgegen. Wer bin ich - wer werde ich sein. Niemand wird Schamane, der nicht die Tiefe der eigenen Seele ausloten möchte . Nicht nur das er es möchte. Er muss es tun. Das ist das Gesetz. Jeder der sich bewusst auf diesen Weg begibt, sollte sich über eines ganz genau klar sein. Die “Geistige Welt” gibt, doch wir müssen um anzunehmen, uns selbst entleeren. Und das was uns diese Welt dann gibt, ist nicht nur für uns allein bestimmt.

 

“Die Reisen der Schamaninnen verliefen immer nach einem bestimmten Prinzip. In jeder Reise fand sich dieses Initiatorische Prinzip. Die bekannte Welt, die Alltagswirklichkeit, das zu Hause, die vertrauten Strukturen verlassen. Abgereist. Dorthin gekommen, wo es schwierig wurde. Herausforderungen, Gefahren, Ängste, Unerträgliches, Schatten. An diesem Punkt, dem Reisehöhepunkt, in der Unterwelt, erwartete alle Reisenden eine Prüfung. Sie würden sie bestehen oder auch nicht, sie würden lernen, wachsen, sich entwickeln und irgendwann einmal wieder zurückkehren. Sie würden Gaben mitbringen,....”

(zitiert aus Cambra Skadê; Am Feuer der Schamanin)

 

Heutzutage bietet das spirituelle Welterbe der Schamanen für viele Menschen einen Weg um die ureigene Spiritualität zu erfahren.   

 

Druidische Lehren

 

Viele zukünftige Schamanen werden durch Krankheit “auf den Weg” gebracht. In ihrem Lebensplan ist dieser Weg wirklich festgeschrieben, ein Weg einer “persönlichen Entwicklung”. Viele Menschen suchen Heilung - doch grade Schamanen durchlaufen manchmal auch Phasen in dem “Heilung” scheinbar nicht möglich ist.

 

Phänomene des Unwohlseins (oder gar Krankheiten) die kommen, die sich nicht als “behandelbar” erweisen und genauso plötzlich wieder, scheinbar ohne Grund, verschwinden. Wehrt das Ego sich gegen Entwicklungen, ist Krankheit das Korrektiv der Seele.  

 

Dagegen steht es vielen Menschen frei, sich bewusst auf einen schamanischen Weg initiieren zu lassen. Ob sie damit auch glücklich werden, liegt dabei ebenso in den Sternen, wie bei denen die diesen Weg gehen müssen. Heute ist es üblich geworden den vermeintlich freien Willen über zu strapazieren. Den eigenen Geist über die Seele und ihren Plan zu setzen. Tun sie nichts was ihnen leid tun könnte. Nicht jeder kann diesen Weg mit guten Gefühlen gehen. Nicht jeder findet eine “Kultur des Geistigen” in der die eigene Seele erblüht. 

 

Wer sich bewusst für diesen Weg entscheidet sollte es auch nicht aus der Hoffnung an einer kurzfristigen Heilung einer eigenen akuten Krankheit tun. Wir dürfen diesen und andere spirituellen Ausbildungswege nicht als eine Form einer Therapie ansehen. Obwohl ein dazu befähigter Therapeut, schamanisch-therapeutisch arbeiten kann - ist eine Ausbildung keine Therapie. Weder ein Therapieersatz noch eine sinnvolle Begleitung einer solchen!

    

Die Ausbildung zum Druiden, so sagte man früher, dauert 20 Jahre. Eine lange Zeit für eine moderne zeitfressende Gesellschaft. Die, die eh den Weg gehen müssen, werden ihn bis zum Lebensende gehen. Die, die den Weg bewusst eingegangen sind, werden auch nach 20 Jahren zulernen können. Man lernt bekanntlicher Weise nicht aus und man wächst mit den Aufgaben. 

Unsere keltisch-schamanischen Lehrpfade

  

Viele Schüler beginnen eine Ausbildung ohne große eigene Ziele, sie wollen “nur” seelisch wachsen oder "ihr Potential" entfalten. Einige verbinden konkrete berufliche Ziele damit, wollen das Erlernte auch beruflich umsetzen. Besonders in Berufen mit einem therapeutischen, begleitenden, beratenden, lehrenden oder kreativen Charakter lassen sich die erworbenen Fertigkeiten nutzen. 

 

Mein Ziel, als spiritueller Lehrer ist es nicht "zukünftige Schamanen" auszubilden sondern Personen das Interesse an unterschiedlichen spirituellen Sichtweise zu vermitteln und alltags-taugliche Methoden zu lehren. Jemand der seine eigene Persönlichkeit entfalten möchte, der kreativer im Umgang mit dem Leben werden will braucht dazu keineswegs ein therapeutisches Potential zu erwecken.

 

Eins so großes Wissens- und Erfahrungsgebiet wie der Schamanismus lässt sich nur erkunden, wenn es in einzelne, von einander unabhängige, zeitlich begrenzte Lehrpfade gliedert ist. Lehrpfade, die sich überlappen können und letztendlich zu dem großen Ganzen verweben. Separate Lehrpfade geben uns die Möglichkeiten auszuwählen, was man lernen möchte uns was nicht. In 20 Jahren meiner keltisch-schamanischen Lehrtätigkeit haben sich viele unterschiedliche Lehrpfade angesammelt: 

  • Mit Morgana's Stern tauchen wir ein in das Netzwerk der menschlichen Seelen und seinen vielen Möglichkeiten.
  • Mit den Seele der Tiere beschäftigen wir uns z. B. beim Lehrpfad der Tierkommunikation.
  • Den Seelen von Pflanzen und Mineralien habe ich einen eigenen Blogartikel im Fundus gewidmet und
  • den Engeln, als Repräsentanten eines keltisch-christlichen Weg ebenso.

Und wie sieht es aus mit den Elementar- und Naturwesen? Gehen wir nun der Frage nach: Existieren Elfen, Feen & Co wirklich? 

 

Begegnungen in der Anderswelt

 

Was wäre ein Fantasy Roman ohne diese feinstofflichen Protagonisten? Haben Naturgeister, Elementarwesen und Fabelwesen ihre Daseinsberechtigung nur in Romanen, Märchen, Sagen und der kindlichen Phantasie. Oder steckt mehr dahinter? Entpuppen sich die Berichte über Begegnung mit ihnen als Hirngespinste den der Berichtende aufgesessen ist? Sind sie nur Schimären die wie ein Alp auf unser Gemüt drücken oder uns aber wie ein Kobold aufheitern können?

 

Auf unseren Seelenreisen in Annwn trafen wir modebewusste Elfen, an Astronomie interessierte Feen, Riesen die keineswegs wie in Märchen diskreditiert als tumb beschrieben sondern sehr aufgeweckt waren, Kentauren der Heilkunst mächtig, ... waren dies alles nur Trugbilder einer überschäumenden neuralen Aktivität? 

 

Was wussten Autoren wie J. R. R. Tolkien (Herr der Ringe) oder C. S. Lewis ( Die Chroniken von Narnia) von der Anderswelt? Waren sie in Mysterien Eingeweihte, nur Phantasten oder wurden sie bewusst andersweltlich inspiriert.

 

Sind uns diese Natur- oder Elementarwesen vorbehaltslos wohlgesonnen? Mitnichten - es gibt sie, die sauertöpfischen, griesgrämigen uns gerne foppende und sogar feindlich gesinnten Anderswelter. Nicht jeder will uns oder kann uns bei unseren Erkundungen helfen. Nicht jeder ist dazu bereit synergetisch mit uns zusammen zuwirken. Wie aber erkennen wir die richtigen Partner für uns? Und wie lernen wir zusammen zuarbeiten?

 

Hier müssen wir jenen Wesen trauen unter deren Obhut unsere Seelenreisen stattfinden. Im allgemeinen sind es Engel die uns begleiten. Die Engel kamen einst aus unbekannten fernen Gefilden Annwns auf die Druiden zu. Im Schlepptau christlicher Missionare, die den Kelten ein neues dualistisches Glaubenskonzept nahe bringen wollten. Und wie immer, wenn sich die Vertreter und Anhänger unterschiedlicher religiöser Glaubenssystem begegnen liegt potentiell Streit in der Luft. Religiöse Toleranz ist scheinbar nicht in unserem Erbgut verankert worden. Die Christianisierung begann und die Druiden waren "not amused" und ihre Gegner nicht zimperlich. Nach und nach wurde der Glaube an Annwn und einer großen Muttergöttin verdrängt und zum Aberglauben um deklariert. Der naturreligiöse keltische Glaube zog sich zurück verschwand aber nicht ganz aus dem Bewusstsein der Menschen. Die Christianisierung der Inselkelten verlief in Irland anders als in Schottland. Die Iren konnte das Heidnische mehr bewahren und ins christliche integrieren. 

  • Heute finden mehr Menschen zum heidnischen Ursprung zurück ohne das Christliche bekämpfen zu müssen. Während der Glaube an Engel hierzulande weit verbreitet gelebt oder akzeptiert wird, wird die Existenz von Elfen und Feen immer noch bezweifelt.Wechsel man jedoch seinen Bezugsort, so sieht die Sache anders aus: Islands Bevölkerung spürt vielmehr als wir das Andersweltliche.  

Die Facetten einer umfassenden  Ausbildung

 

Auf verschiedenen andersweltlich orientierten Lehrpfaden begleiteten wir in den letzten 20 Jahren unsere Schüler und lehren die Synergie zwischen uns und den Natur- und Elementarwesen. Auf all diesen Wegen werden wir auch von Engeln begleitet. 

  • Von der Magie der Drachenseelen: Auf diesem Lehrpfad erlernten wir wie Drachen zu atmen, lernten die  Drachen der Schöpfung, des Chaos und der Ordnung kennen, erfuhren wir von den HÜTERN DER ELEMENTE; lernten wir synergetisch mit den Drachen der Erde, des Wassers, der Luft, des Feuers und des Äther-Elementes zusammenzuarbeiten, erfuhren wir von der VISION MENSCHHEIT, setzten wir uns für die Heilung der Erde und ihre Bewohner ein, .... erfuhren vom QUELL DER HERZENSGÜTE. 
  • Sternenregen und Einhornkraft:  Auf diesem Lehrpfad begegneten wir dem scheuen Einhorn, als der Quelle weißer Magie und Unschuld, lernten Glauben von Wissen zu unterscheiden, erkannten den konstruktiven Sinn von Zweifel und Skepsis, befassten uns mit der DEONTISCHEN LOGIK DER GEFÜHLE und der AKTIVEN UND PASSIVEN NEGATION DES GEISTES. Wir erfuhren vom programmierten Geist, der die Seele fesselt und lernten diese zu befreien. Erkannten die positiven Macht der Reue, ... wurden wieder handlungsfähiger.  
  • Im Reich der Nixen, entdeckten wir das kollektive Unbewusste, entdecken wir die Sehnsucht unsere Seele, rief uns unser Gewissen zur Einsicht, schufen wir eine Brücke zur Tiefenpsychologie, entdeckten verschollene Reiche und begaben uns aus der Suche nach unser ureigenen spirituellen Quelle, wir ...
  • Im Land der Zwerge und Riesen, wurde uns das Tugendhafte nahe gebracht, lernten zweckmäßig zu handeln, begegneten wir unseren Schatten, erkannten den Sinn der Disziplin aber auch der Prokrastination, erfuhren vom ethisch-konstruktiven Imperativ und lernten uns und anderen Wahlmöglichkeiten zu schaffen.
  • Bei Elfentanz und Feenzauber lernten wir viele weiter Naturwesen der Anderswelt näher kennen. Lernten von Trollen Gelassenheit, von Gnomen Durchsetzungskraft, ließen Feenstaub auf uns wirken, ...

Die hier erwähnten Lehrpfade gehören zum Fundus aus den ich schöpfe um weitere individuelle Lehrpfade zu kreieren. Als eigenständigen allgemeinen Lehrpfad biete ich zur Zeit den

  • Feenreigen an, der uns in die Welt der Feen und der spirituellen Kraft des Tanzes einführt.  

 

 

In unseren vielen Seminaren begegneten uns: Baumgeister, Drachen, Dschinns, Einhörner, Elfen, Feen, Gnome, Greife, Kentauren, Kobolde, Nixen, Phönixe, Quellnymphen, Riesen, Sirenen, Trolle, Wichtel und die Zwerge.

 

 

Resümee 

 

Seit nun 20 Jahren unterrichte ich eine moderne Form des keltischen Schamanismus. Die Praxis meiner Schüler*innen erweisen sich die Methoden seitdem als sehr effizient und effektiv.   

 

Eine spirituelle Ausbildung soll uns nicht nur helfen spirituelle Fertigkeiten zu entwickeln sondern die ganze Persönlichkeit zu formen. Wir sollen uns auch geistig, seelisch und sozial weiterentwickeln. Viele Personen verbinden mit dem Begriff Schamanismus häufig eine geistige Heilmethode. Man geht zum Schamanen weil man krank ist, darin erschöpft sich jedoch das Thema keinesfalls. Das Leben selbst ist das Metier eines Schamanen. 

 

Schamanische Sichtweisen sind weltweit verbreitet. In meiner Lehrtätigkeit blieb ich nicht auf den keltischen Kulturraum beschränkt. 

  • Für das Projekt Natur - Pur e. V. in Dortmund channelte ich 2001 -2003 eine achtteilige Seminarreihe über indianischen* Schamanismus.  
  • Für die Seelengruppe der "Hüter der Tiere"**  channelte ich 2004 eine mehrteilige kultur-übergreifende schamanische Seminar-Reihe über "Tierkommunikation und Tierheilung"

 

* Kraft- und Totemtiere / Die Kraft der vier Winde / Das Phänomen der sprechende Steine / Der Schmetterlings-Clan / Die Kraft des weißen Büffels / Die Friedenspfeife  / Die Geistertanzbewegung / We were all wounded at wounded knee

** Die Hüter der Tiere, ist der Name einer geistigen Organisation,  die uns für die Würde der Tiere öffnen möchte. Der Tierschutz und das Wohl der Tiere liegen im Scope dieser Organisation. Sie suchen Personen die bereit sind als "menschliche Hüter der Tiere" zu fungieren.